Hurghada ist bekannt für Sonne, Meer und eine Unterwasserwelt, die man in Europa so einfach nicht findet. Nicht jeder möchte schnorcheln oder tauchen, manche fühlen sich im Wasser unwohl oder wollen einfach trocken bleiben. Genau deshalb sind die U-Boot Touren in Hurghada so beliebt. Ich war schon mehrmals dort und hab verschiedene Anbieter ausprobiert. Hier erzähle ich euch, wie die Touren ablaufen, worauf ihr achten müsst und warum es für viele ein echtes Highlight wird.

Wie funktioniert eine U-Boot Tour in Hurghada?

Viele denken zuerst an große Militär-U-Boote, aber keine Sorge – das ist viel entspannter. Meistens handelt es sich um sogenannte Halb-U-Boote. Oben sitzt ihr normal auf dem Deck, unten geht ihr eine Treppe hinunter in einen Glaskörper mit großen Panoramascheiben. Dort könnt ihr die Fische sehen, ohne überhaupt nass zu werden.

Es gibt aber auch richtige kleine Unterseeboote, die komplett geschlossen sind und bis zu 20 Meter tief runterfahren. Das wirkt ein bisschen wie ein Mini-Abenteuerfilm. Für Familien mit Kindern ist das oft der absolute Wahnsinn. Ich hab selten so viele Kinder so begeistert gesehen wie dort unten, wenn ein bunter Fisch plötzlich direkt am Fenster vorbeischwimmt.

Ablauf der Tour – vom Hotel bis aufs Meer

Normalerweise werdet ihr direkt am Hotel abgeholt. Die Fahrer sind manchmal ein bisschen chaotisch unterwegs, also lieber 5 Minuten früher bereitstehen. Am Hafen – meistens New Marina, El-Dahar oder Safaga – bekommt ihr eine kurze Einweisung: Schuhe anlassen oder ausziehen, wo man sich festhalten soll, wie man die Treppe runtergeht usw.

Dann fährt das Boot raus aufs Meer. Je nach Wind schaukelt es ein wenig. Wenn ihr zu Seekrankheit neigt, nehmt vorher eine Reisetablette, schadet nicht. Nach etwa 20–30 Minuten stoppt das Boot an einer festen Stelle, wo viele Fische vorbeikommen. Manchmal stehen sogar Taucher draußen und streuen etwas Futter, damit mehr Fische nah ans Fenster schwimmen. Ja, ist ein kleiner Touristen-Trick, aber ehrlich: Es macht trotzdem Spaß.

Tipps für eine richtig gute U-Boot Tour

Die beste Tageszeit auswählen

Der Vormittag ist die beste Zeit. Das Licht ist heller, das Wasser klarer und die Farben wirken viel kräftiger. Später am Nachmittag wird das Meer etwas dunkler, und dann sieht man weniger Details.

Nicht die billigste Tour nehmen

In Hurghada gibt es Anbieter für 12–15 Euro, aber da ist oft alles etwas … sagen wir „angekratzt“. Die Fenster sind alt, Boote wirken nicht so gepflegt. Besser sind Touren ab 20–25 Euro. Jetzt nicht übertreiben, aber ein bisschen mehr lohnt sich wirklich. Die Fenster sind sauberer, das Personal motivierter und die ganze Tour wirkt einfach runder.

Fenster vorher checken

Klingt komisch, aber es ist wichtig: Wenn die Scheiben milchig oder voller Salz sind, bringt die beste Tour nix. Ich hatte einmal eine Tour, da konnte man kaum etwas erkennen. Wenn ihr merkt, dass die Scheiben dreckig sind, sagt sofort etwas. Gute Anbieter wischen vor dem Abtauchen nochmal alles sauber.

Handy richtig einstellen

Die Scheiben spiegeln stark. Stellt die Displayhelligkeit runter und haltet das Handy direkt an das Fenster. So kriegt ihr bessere Fotos. Eine GoPro funktioniert natürlich noch besser.

Fragen stellen lohnt sich

Die Crew erzählt oft etwas über die Fische, Korallen oder die Spots. Manche wissen wirklich viel. Andere erzählen irgendwas – aber Fragen schadet nie. Kinder lieben das sowieso.

Worauf achten, um Ärger oder Abzocke zu vermeiden?

Achtung Abzocke berichtet immer wieder über kleine Maschen in Ägypten. Deshalb hier ein paar Hinweise:

  • Klarstellen, ob Transfer inklusive ist.
  • Preis vorher schriftlich bestätigen (WhatsApp reicht).
  • Nicht für „Hafentickets“ extra zahlen, das ist oft unnötig.
  • Fotos vom Bordfotografen nicht kaufen müssen – nur wenn ihr wollt.

Schaut euch Bewertungen auf Holidaycheck oder TripAdvisor an. Dort sieht man schnell, welche Anbieter gut funktionieren und welche Boote eher alt sind.

Lohnt sich eine U-Boot Tour in Hurghada?

Meiner Meinung nach ja – ganz klar. Man darf nur nicht erwarten, dass es wie beim Tauchen ist. Die Farben sind etwas schwächer, und man sieht nicht alle Riffe. Trotzdem hat man einen tollen Eindruck vom Roten Meer, ohne ins Wasser zu müssen. Für Familien ist es top, für Leute die nicht schwimmen können auch. Und ganz ehrlich: Es macht einfach Spaß, die vielen bunten Fische direkt vor der Scheibe zu sehen.

Manchmal sieht man sogar Rochen oder kleine Wracks. Das wirkt dann schon fast wie ein kleiner Film. Und man bleibt komplett trocken – das ist der größte Vorteil.

Warum die U-Boot Tour zu Hurghada dazugehört

Für mich gehört eine U-Boot Tour zu einem Hurghada-Urlaub einfach dazu. Ich mach’s nicht jedes Mal, aber wer zum ersten Mal dort ist, sollte es ausprobieren. Es ist leicht, sicher und man erlebt etwas, das man zu Hause in Deutschland nicht machen kann. Mit den richtigen Tipps wird die Tour entspannt und ihr kommt mit coolen Fotos und guten Erinnerungen zurück.