Ein Sandsturm in Hurghada klingt dramatischer, als er meist ist. Im Frühjahr kann der Khamsin auftreten, ein heißer Wüstenwind. Dann ist es staubig und manchmal ziemlich unangenehm, aber meist nur für kurze Zeit. Ich hatte das nicht jedes Jahr. Wenn es dich erwischt, hilft es, zu wissen, was gerade passiert und wie du den Tag am besten verbringst. Hier erfährst du, wann er kommt, was du tun kannst und worauf du achten solltest.

Was ist ein Sandsturm?

Bei einem Sandsturm wirbelt starker Wind Sand und feinen Staub aus der Wüste auf und trägt ihn kilometerweit mit. Die Sicht sinkt, der Himmel färbt sich gelblich oder grau, und überall legt sich eine feine Staubschicht ab. Oft spricht man auch von einem Staubsturm, weil vor allem der feine Staub weit getragen wird, während schwerer Sand nah am Boden bleibt.

In Hurghada musst du zwei Dinge unterscheiden: Der normale Nordwind, der fast das ganze Jahr weht, wirbelt am Strand manchmal Sand auf. Das ist lästig, aber kein Sandsturm. Ein richtiger Staubsturm mit gelbem Himmel und schlechter Sicht ist deutlich seltener.

Der Khamsin: der Frühlingswind aus der Wüste

Die bekannteste Ursache für Sandstürme in Ägypten ist der Khamsin. Das ist ein heißer, trockener Wind, der Sand und Staub aus der Wüste mitbringt. Der Name kommt vom arabischen Wort für fünfzig, weil der Wind in einem Zeitraum von etwa fünfzig Tagen im Frühjahr auftreten kann. In Ägypten kommt er meist im April, manchmal auch schon im März oder noch im Mai.

Typisch für den Khamsin:

  • Die Temperatur steigt innerhalb kurzer Zeit deutlich an.
  • Die Luft wird extrem trocken.
  • Staub und Sand trüben die Sicht.
  • Ein einzelner Sturm dauert meist einige Stunden, manchmal auch länger.

Danach ist der Spuk oft genauso schnell vorbei, wie er gekommen ist. Wie das Wetter in Hurghada sonst über das Jahr aussieht, liest du im Beitrag zum Wetter in Hurghada.

Was ein Sandsturm für deinen Urlaub bedeutet

  • Bootstouren: Bei starkem Wind und schlechter Sicht werden Ausflüge abgesagt, manchmal schließen die Behörden sogar die Häfen. Im Mai 2014 wurden die Häfen von Hurghada und Safaga wegen eines Staubsturms geschlossen.
  • Wüstentouren: Quad- und Jeep-Touren finden bei Sturm in der Regel nicht statt. Das ist auch gut so, denn in der Wüste ist die Sicht dann besonders schlecht.
  • Flüge: Bei sehr schlechter Sicht kann es zu Verspätungen kommen. Schau am Abreisetag lieber einmal mehr in den Flugstatus.
  • Strand und Pool: Liegen, Handtücher und Wasseroberfläche sind schnell mit Staub bedeckt. Ein Strandtag macht dann wenig Spaß.

Tipps: So schützt du dich

  • Drinnen bleiben: Am besten verbringst du die Sturmstunden im Hotel. Halte Fenster und Balkontür geschlossen.
  • Mund und Nase bedecken: Wenn du raus musst, hilft ein Tuch vor Mund und Nase. Gegen den sehr feinen Staub schützt eine gut sitzende Maske besser.
  • Augen schützen: Trag eine Sonnenbrille. Kontaktlinsen lässt du an solchen Tagen besser im Etui und nimmst deine Brille.
  • Viel trinken: Die Luft ist extrem trocken, du verlierst mehr Flüssigkeit, als du merkst.
  • Technik einpacken: Staub kriecht in Kameras und Handys. Halte sie in einer Tasche, solange der Sturm anhält.
  • Mit Vorerkrankung aufpassen: Wer Asthma oder eine Lungenerkrankung hat, sollte sein Notfallspray griffbereit haben und sich besonders schonen. Das gilt auch für kleine Kinder und ältere Menschen.

Ein großes Baumwolltuch ist übrigens ein praktisches Mitbringsel, das du auch auf Ausflügen in die Wüste brauchst. Mehr dazu bei den Souvenirs aus Hurghada.

Wie oft kommt das vor?

Richtige Sandstürme sind in Hurghada die Ausnahme. Viele Urlauber erleben in ihrem ganzen Urlaub keinen einzigen. Wenn du im März, April oder Mai reist, ist die Wahrscheinlichkeit am höchsten. Den Rest des Jahres bestimmt eher der normale Nordwind das Wetter. Ein Grund, das Frühjahr zu meiden, ist das aus meiner Sicht nicht. Welche Monate sich für dich am besten eignen, steht im Beitrag zur besten Reisezeit für Hurghada.

Häufige Fragen

Wann gibt es in Hurghada Sandstürme?

Am ehesten im Frühjahr, vor allem im April. Dann kann der Khamsin wehen, ein heißer Wüstenwind mit viel Staub.

Ist ein Sandsturm in Hurghada gefährlich?

Für gesunde Menschen ist er vor allem unangenehm. Bleib drinnen, schütz Augen und Atemwege und trink genug. Wer Asthma hat, sollte besonders vorsichtig sein.

Wie lange dauert ein Sandsturm?

Meist einige Stunden, manchmal auch einen ganzen Tag. Danach klart es oft schnell wieder auf.

Quellen und Stand

Stand: 15. Oktober 2026. Achte bei einem Sturm immer auf die Hinweise deines Hotels und der örtlichen Behörden.

Oliver Misch, Autor von Hurghada24

Über den Autor: Oliver Misch

Schreibt auf Hurghada24 seit 2024

Oliver war über 20 Mal in Hurghada, im Hochsommer genauso wie im Januar. Auf Hurghada24 schreibt er auf, was vor Ort wirklich hilft und was er beim nächsten Mal anders machen würde. Mehr über Oliver