Wer öfter in Hurghada ist, kennt die große weiße Moschee am Hafen – die El Mina Mosque. Für mich gehört sie zu den schönsten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Egal ob man gläubig ist oder nicht, die Moschee hat etwas Magisches: Die weißen Kuppeln, die hohen Minarette, das Licht am Abend, das ganze Ambiente. Jedes Mal, wenn ich in der Marina bin, schau ich mindestens kurz rüber, weil der Anblick einfach beeindruckend ist. Und selbst wenn man sonst nicht viel mit Religion am Hut hat, lohnt sich ein Besuch dort wirklich.

Wo die Moschee genau liegt

Die El Mina Mosque befindet sich direkt am Hafen von Hurghada, also in der New Marina. Die Lage ist perfekt, weil man dort sowieso öfter vorbeikommt – ob man essen geht, einen Spaziergang macht oder eine Bootstour gebucht hat. Die Moschee steht ein wenig erhöht, sodass sie schon von Weitem sichtbar ist. Besonders abends, wenn sie beleuchtet wird, sieht es fast aus wie aus einem Film.

Wie die Moschee aussieht

Viele Moscheen in Ägypten sind schön, aber die El Mina Mosque sticht echt raus. Sie ist komplett in Weiß gehalten, hat über 20 kleine Kuppeln und zwei riesige Minarette, die nachts in warmem Licht strahlen. Wenn die Sonne untergeht, wirkt die Moschee fast golden. Drinnen ist alles sehr sauber, hell und weitläufig. Marmor, Bögen, Verzierungen – man merkt, dass hier viel Arbeit und Geld reingeflossen ist.

Gerade für Urlauber, die sonst nur die Hotelanlagen sehen, wirkt die Moschee wie ein Blick in ein anderes Hurghada – eins, das ruhiger, traditioneller und kultureller ist. Ich finde, dieser Kontrast macht den Besuch besonders interessant.

Kann man die Moschee als Tourist besuchen?

Ja, absolut. Jeder darf rein – egal, welche Religion man hat. Man muss nur ein paar einfache Regeln beachten:

  • Schuhe vorher ausziehen – wie in jeder Moschee.
  • Schultern und Knie bedecken – Männer und Frauen.
  • Frauen tragen Kopftuch – wer keins dabei hat, bekommt oft eins geliehen.
  • Während des Gebets nicht stören – also leise sein und Rücksicht nehmen.

Die Einheimischen sind sehr freundlich, erklären oft etwas und zeigen den Weg. Viele freuen sich sogar, wenn Touristen Interesse zeigen. Manche sagen „Welcome, welcome“, und helfen ohne zu nerven oder etwas verkaufen zu wollen. Das ist angenehm und wirkt ehrlicher als in manchen Basaren.

Wie läuft ein Besuch ab?

Man geht über einen kleinen Vorplatz, zieht die Schuhe aus und legt sie ins Regal oder nimmt sie in der Hand. Danach betritt man den Hauptraum. Der Teppich ist weich, die Luft kühl und ruhig. Es ist ein Ort, der sofort entschleunigt. Selbst wenn draußen Autos hupen und die Marina voll ist, ist es innen still.

Ich bleibe meistens 5–10 Minuten dort. Nicht aus religiösen Gründen, sondern einfach weil die Atmosphäre angenehm ist. Manche Besucher setzen sich kurz hin, schauen sich um oder machen ein paar Fotos (natürlich ohne andere Menschen zu stören). Es ist kein typisches „Sehenswürdigkeit-Foto-machen-und-weg“-Ding. Es wirkt eher wie ein kurzer, ruhiger Break vom Urlaubstrubel.

Was die Moschee über Hurghada verrät

Viele glauben, Hurghada besteht nur aus Hotels, Straßen und Stränden. Aber die Moschee zeigt, dass die Stadt auch ein richtiges lokales Leben hat. Für viele Ägypter spielt Religion eine große Rolle. Der Muezzin ruft mehrmals am Tag zum Gebet, und in der Gegend rund um die Moschee sieht man echte Alltagsszenen: Leute auf dem Markt, Familien, Handwerker, Verkäufer.

Es ist spannend, das mal zu erleben. Man taucht ein Stück tiefer in die Kultur ein. Und ich finde, genau das macht einen Urlaub oft noch wertvoller.

Moschee und Marina – zwei Welten nebeneinander

Was ich besonders cool finde: Direkt neben der Moschee liegt die moderne Marina mit Restaurants, Bars, Cafés und Touristen. Nur ein paar Meter weiter hört man Gebetsrufe, sieht traditionelle Kleidung und riecht frische Gewürze vom Markt. Dieser Gegensatz fühlt sich im ersten Moment ungewöhnlich an, aber genau das macht Hurghada so spannend.

Man kann am Abend an der Marina entlangspazieren, die beleuchteten Yachten anschauen und danach kurz zur Moschee rüberschlendern. Das Licht, die Akustik und der Duft von Räucherstäbchen wirken wie ein kleiner Kulturschock – aber ein angenehmer.

Tipps für euren Besuch

  • Am besten kurz vor Sonnenuntergang hingehen – perfekte Atmosphäre, tolles Licht.
  • Kamera mitnehmen – aber bitte respektvoll Fotos machen.
  • Nicht aufdringlich sein – es ist ein religiöser Ort, kein Spielplatz.
  • Kleidung vorher checken – sonst müsst ihr draußen bleiben.
  • Nahegelegen: Fischmarkt & Marina – super zu verbinden.

Warum ein Besuch der Moschee immer lohnt

Die Moschee ist einer der Orte, die einem zeigen, dass Hurghada mehr ist als Hotels und Strände. Es ist ein Stück echtes Ägypten – ruhig, traditionell, wunderschön. Selbst wenn man kein großer Kulturfan ist, beeindruckt die Bauweise. Und selbst wenn man nicht religiös ist, fühlt man die besondere Stimmung.

Für mich gehört der Besuch inzwischen zu jedem Hurghada-Trip dazu. Ein paar Minuten dort reichen schon, um ein völlig anderes Bild der Stadt zu bekommen. Wer Hurghada richtig erleben will, sollte die Moschee einmal gesehen haben.